Livro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Ach! mitten im Gesange sprang Ein rotes Mäuschen ihr aus
dem Munde.
MEPHISTOPHELES. Das ist was Rechts! das nimmt man nicht genau;
Genug, die Maus war doch nicht grau. Wer fragt darnach in einer
Schäferstunde?
FAUST. Dann sah ich-
MEPHISTOPHELES. Was?
FAUST. Mephisto, siehst du dort Ein blasses, schönes Kind allein
und ferne stehen? Sie schiebt sich langsam nur vom Ort, Sie
scheint mit geschloßnen Füßen zu gehen. Ich muß bekennen, daß mir
deucht, Daß sie dem guten Gretchen gleicht.
MEPHISTOPHELES. Laß das nur stehn! dabei wird's niemand wohl. Es
ist ein Zauberbild, ist leblos, ein Idol. Ihm zu begegnen, ist
nicht gut. Vom starren Blick erstarrt des Menschen Blut, Und er
wird fast in Stein verkehrt; Von der Meduse hast du ja gehört.
FAUST. Fürwahr, es sind die Augen einer Toten, Die eine liebende
Hand nicht schloß. Das ist die Brust, die Gretchen mir geboten,
Das ist der süße Leib, den ich genoß.
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