Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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CHORUS (jauchzend). Als hätte sie Lieb im Leibe.
BRANDER. Sie fuhr herum, sie fuhr heraus, Und soff aus allen
Pfützen, Zernagt', zerkratzt, das ganze Haus, Wollte nichts ihr
Wüten nützen; Sie tät gar manchen Ängstesprung, Bald hatte das
arme Tier genung, Als hätt es Lieb im Leibe.
CHORUS. Als hätt es Lieb im Leibe.
BRANDER. Sie kam vor Angst am hellen Tag Der Küche zugelaufen,
Fiel an den Herd und zuckt, und lag, Und tät erbärmlich
schnaufen. Da lachte die Vergifterin noch. Ha! sie pfeift auf dem
letzten Loch, Als hätte sie Lieb im Leibe.
CHORUS. Als hätte sie Lieb im Leibe.
SIEBEL. Wie sich die platten Bursche freuen! Es ist mir eine
rechte Kunst, Den armen Ratten Gift zu streuen!
BRANDER. Sie stehn wohl sehr in deiner Gunst?
ALTMAYER. Der Schmerbauch mit der kahlen Platte! Das Unglück
macht ihn zahm und mild; Er sieht in der geschwollnen Ratte Sein
ganz natürlich Ebenbild. (Faust und Mephistopheles treten auf.)
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