Ksiazka · Faust - Der Tragodie erster Teil
Strona 148 z 219
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Laß das! Es wird!-Wenn ich empfinde, Für das Gefühl, für
das Gewühl Nach Namen suche, keinen finde, Dann durch die Welt
mit allen Sinnen schweife, Nach allen höchsten Worten greife, Und
diese Glut, von der ich brenne, Unendlich, ewig, ewig nenne, Ist
das ein teuflisch Lügenspiel?
MEPHISTOPHELES. Ich hab doch recht!
FAUST. Hör! merk dir dies- Ich bitte dich, und schone meine
Lunge- Wer recht behalten will und hat nur eine Zunge, Behält's
gewiß. Und komm, ich hab des Schwätzens Überdruß, Denn du hast
recht, vorzüglich weil ich muß.
Garten
Margarete an Faustens Arm, Marthe mit Mephistopheles auf und ab
spazierend.
MARGARETE. Ich fühl es wohl, daß mich der Herr nur schont, Herab
sich läßt, mich zu beschämen. Ein Reisender ist so gewohnt, Aus
Gütigkeit fürliebzunehmen; Ich weiß zu gut, daß solch erfahrnen
Mann Mein arm Gespräch nicht unterhalten kann.
FAUST. Ein Blick von dir, ein Wort mehr unterhält Als alle
Weisheit dieser Welt. (Er küßt ihre Hand.)
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