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Auteur: Johann Wolfgang von Goethe

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Wie kommt das schöne Kästchen hier herein? Ich schloß doch ganz
gewiß den Schrein. Es ist doch wunderbar! Was mag wohl drinne
sein? Vielleicht bracht's jemand als ein Pfand, Und meine Mutter
lieh darauf. Da hängt ein Schlüsselchen am Band Ich denke wohl,
ich mach es auf! Was ist das? Gott im Himmel! Schau, So was hab
ich mein Tage nicht gesehn! Ein Schmuck! Mit dem könnt eine
Edelfrau Am höchsten Feiertage gehn. Wie sollte mir die Kette
stehn? Wem mag die Herrlichkeit gehören?
(Sie putzt sich damit auf und tritt vor den Spiegel.)
Wenn nur die Ohrring meine wären! Man sieht doch gleich ganz
anders drein. Was hilft euch Schönheit, junges Blut? Das ist wohl
alles schön und gut, Allein man läßt's auch alles sein; Man lobt
euch halb mit Erbarmen. Nach Golde drängt, Am Golde hängt Doch
alles. Ach wir Armen!
Spaziergang
Faust in Gedanken auf und ab gehend. Zu ihm Mephistopheles.

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