Libro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autore: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Wer weiß, wo nun es die vier Winde haben. Ein
schönes Fräulein nahm sich seiner an, Als er in Napel fremd
umherspazierte; Sie hat an ihm viel Liebs und Treus getan, Daß
er's bis an sein selig Ende spürte.
MARTHE. Der Schelm! der Dieb an seinen Kindern! Auch alles Elend,
alle Not Konnt nicht sein schändlich Leben hindern!
MEPHISTOPHELES. Ja seht! dafür ist er nun tot. Wär ich nun jetzt
an Eurem Platze, Betraurt ich ihn ein züchtig Jahr, Visierte dann
unterweil nach einem neuen Schatze.
MARTHE. Ach Gott! wie doch mein erster war, Find ich nicht leicht
auf dieser Welt den andern! Es konnte kaum ein herziger Närrchen
sein. Er liebte nur das allzuviele Wandern Und fremde Weiber und
fremden Wein Und das verfluchte Würfelspiel.
MEPHISTOPHELES. Nun, nun, so konnt es gehn und stehen, Wenn er
Euch ungefähr so viel Von seiner Seite nachgesehen. Ich schwör
Euch zu, mit dem Beding Wechselt ich selbst mit Euch den Ring!
MARTHE. O es beliebt dem Herrn zu scherzen!
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