Libro · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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MARGARETE. Darf mich, leider, nicht auf der Gassen Noch in der
Kirche mit sehen lassen.
MARTHE. Komm du nur oft zu mir herüber, Und leg den Schmuck hier
heimlich an; Spazier ein Stündchen lang dem Spiegelglas vorüber,
Wir haben unsre Freude dran; Und dann gibt's einen Anlaß, gibt's
ein Fest, Wo man's so nach und nach den Leuten sehen läßt. Ein
Kettchen erst, die Perle dann ins Ohr; Die Mutter sieht's wohl
nicht, man macht ihr auch was vor.
MARGARETE. Wer konnte nur die beiden Kästchen bringen? Es geht
nicht zu mit rechten Dingen! (Es klopft.)
Ach Gott! mag das meine Mutter sein?
MARTHE (durchs Vorhängel guckend). Es ist ein fremder
Herr-Herein!
(Mephistopheles tritt auf.)
MEPHISTOPHELES. Bin so frei, grad hereinzutreten, Muß bei den
Frauen Verzeihn erbeten. (Tritt ehrerbietig vor Margareten
zurück.)
Wollte nach Frau Marthe Schwerdtlein fragen!
MARTHE. Ich bin's, was hat der Herr zu sagen?
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