Book · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Author: Johann Wolfgang von Goethe
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MARGARETE. Wollte nicht mit seinesgleichen leben! Kommt er einmal
zur Tür herein, Sieht er immer so spöttisch drein Und halb
ergrimmt; Man sieht, daß er an nichts keinen Anteil nimmt; Es
steht ihm an der Stirn geschrieben, Daß er nicht mag eine Seele
lieben. Mir wird's so wohl in deinem Arm, So frei, so hingegeben
warm, Und seine Gegenwart schnürt mir das Innre zu.
FAUST. Du ahnungsvoller Engel du!
MARGARETE. Das übermannt mich so sehr, Daß, wo er nur mag zu uns
treten, Mein ich sogar, ich liebte dich nicht mehr. Auch, wenn er
da ist, könnt ich nimmer beten, Und das frißt mir ins Herz
hinein; Dir, Heinrich, muß es auch so sein.
FAUST. Du hast nun die Antipathie!
MARGARETE. Ich muß nun fort.
FAUST. Ach kann ich nie Ein Stündchen ruhig dir am Busen hängen
Und Brust an Brust und Seel in Seele drängen?
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