Book · Faust - Der Tragodie erster Teil
Page 149 of 219
Author: Johann Wolfgang von Goethe
Time0:00
Speed (WPM)0.0
Accuracy100.0%
Press start and type the lines exactly as shown. · Backspace is disabled — keep going even after a mistake.
MARGARETE. Inkommodiert Euch nicht! Wie könnt Ihr sie nur küssen?
Sie ist so garstig, ist so rauh! Was hab ich nicht schon alles
schaffen müssen! Die Mutter ist gar zu genau. (Gehn vorüber.)
MARTHE. Und Ihr, mein Herr, Ihr reist so immer fort?
MEPHISTOPHELES. Ach, daß Gewerb und Pflicht uns dazu treiben! Mit
wieviel Schmerz verläßt man manchen Ort Und darf doch nun einmal
nicht bleiben!
MARTHE. In raschen Jahren geht's wohl an So um und um frei durch
die Welt zu streifen; Doch kömmt die böse Zeit heran, Und sich
als Hagestolz allein zum Grab zu schleifen, Das hat noch keinem
wohlgetan.
MEPHISTOPHELES. Mit Grausen seh ich das von weiten.
MARTHE. Drum, werter Herr, beratet Euch in Zeiten. (Gehn
vorüber.)
MARGARETE. Ja, aus den Augen, aus dem Sinn! Die Höflichkeit ist
Euch geläufig; Allein Ihr habt der Freunde häufig, Sie sind
verständiger, als ich bin.
FAUST. O Beste! glaube, was man so verständig nennt, Ist oft mehr
Eitelkeit und Kurzsinn.
MARGARETE. Wie?
Press start and type the lines exactly as shown.
Not started