Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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FAUST. Wenn aus dem schrecklichen Gewühle Ein süß bekannter Ton
mich zog, Den Rest von kindlichem Gefühle Mit Anklang froher Zeit
betrog, So fluch ich allem, was die Seele Mit Lock- und
Gaukelwerk umspannt, Und sie in diese Trauerhöhle Mit Blend- und
Schmeichelkräften bannt! Verflucht voraus die hohe Meinung Womit
der Geist sich selbst umfängt! Verflucht das Blenden der
Erscheinung, Die sich an unsre Sinne drängt! Verflucht, was uns
in Träumen heuchelt Des Ruhms, der Namensdauer Trug! Verflucht,
was als Besitz uns schmeichelt, Als Weib und Kind, als Knecht und
Pflug! Verflucht sei Mammon, wenn mit Schätzen Er uns zu kühnen
Taten regt, Wenn er zu müßigem Ergetzen Die Polster uns zurechte
legt! Fluch sei dem Balsamsaft der Trauben! Fluch jener höchsten
Liebeshuld! Fluch sei der Hoffnung! Fluch dem Glauben, Und Fluch
vor allen der Geduld!
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