Buch · Faust - Der Tragodie erster Teil
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Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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MEPHISTOPHELES. Das ist die Zauberei, du leicht verführter Tor!
Denn jedem kommt sie wie sein Liebchen vor.
FAUST. Welch eine Wonne! welch ein Leiden! Ich kann von diesem
Blick nicht scheiden. Wie sonderbar muß diesen schönen Hals Ein
einzig rotes Schnürchen schmücken, Nicht breiter als ein
Messerrücken!
MEPHISTOPHELES. Ganz recht! ich seh es ebenfalls. Sie kann das
Haupt auch unterm Arme tragen, Denn Perseus hat's ihr
abgeschlagen. Nur immer diese Lust zum Wahn! Komm doch das
Hügelchen heran, Hier ist's so lustig wie im Prater Und hat man
mir's nicht angetan, So seh ich wahrlich ein Theater. Was gibt's
denn da?
SERVIBILIS. Gleich fängt man wieder an. Ein neues Stück, das
letzte Stück von sieben. So viel zu geben ist allhier der Brauch,
Ein Dilettant hat es geschrieben Und Dilettanten spielen's auch.
Verzeiht, ihr Herrn, wenn ich verschwinde Mich dilettiert's, den
Vorhang aufzuziehn.
MEPHISTOPHELES. Wenn ich euch auf dem Blocksberg finde, Das find
ich gut; denn da gehört ihr hin.
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